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Horizon Scan: Außenbild einholen und neben Ihre eigenen Annahmen legen

Ein Horizon Scan ist ein systematischer Überblick über das, was sich außerhalb Ihrer Organisation verändert: Trends, Regulierung, Technologie, Wettbewerbsbewegungen und Verschiebungen bei Kunden. Selbst durchführen bedeutet: Quellen entlang fester Themen strukturieren und das Ergebnis neben das legen, was das Direktionsteam jetzt schon zu wissen glaubt.

Der Unterschied zwischen einem guten und einem nutzlosen Horizon Scan liegt nicht in der Menge an Informationen, die Sie sammeln, sondern in dem, was Sie damit tun. Eine Liste mit Trends ohne Vergleich mit dem internen Bild ist ein Newsletter. Ein Horizon Scan, der tatsächlich gegen das interne Bild abgesetzt wird, zeigt, wo Sie auf etwas steuern, das nicht mehr zutrifft.

Welche Quellen gehören in einen Horizon Scan

Ein Horizon Scan arbeitet mit einer begrenzten Anzahl fester Kategorien, sonst wird es eine uferlose Sammlung einzelner Meldungen. Brauchbare Einteilung: Marktentwicklungen (Nachfrage, Preisbildung, neue Marktteilnehmer), Regulierung und Politik, Technologie und Digitalisierung sowie Verhalten der wichtigsten Kundengruppen. Für ein Unternehmen mit 50 bis 300 Mitarbeitenden, etwa im Bereich der Unternehmensdienstleistungen, bedeutet dies: Was tun die zwei oder drei größten Wettbewerber, welche Gesetzesänderung betrifft das Dienstleistungspaket in zwölf bis vierundzwanzig Monaten, und welche Technologie verändert die Arbeit der eigenen Kunden so, dass sich die Nachfrage nach Ihrer Dienstleistung verschiebt.

Der Scan muss nicht erschöpfend sein. Es geht um Signale, die relevant sind für die Entscheidungen, die auf dem Tisch liegen, nicht um eine Enzyklopädie der Branche. Ein Scan, der dreimal pro Jahr mit denselben Kategorien wiederholt wird, zeigt außerdem, ob ein Signal zunimmt oder abnimmt, und das ist oft nützlicher als die einzelne Beobachtung selbst.

Warum das Außenbild allein nicht genug ist

Das Außenbild wird erst informativ, wenn es neben das Bild des Direktionsteams gelegt wird. Fünf Direktionsmitglieder, die unabhängig voneinander auf Achsen wie Wachstumstempo, Risikobereitschaft, Investitionshorizont, Kundenfokus und Digitalisierungstempo scoren, liefern eine Streuung. Diese Streuung ist das eigentliche Signal: Wenn der Betriebsdirektor denkt, dass der Markt noch fünf Jahre stabil bleibt, und der Kommerzdirektor bereits sieht, dass Wettbewerber zu einem anderen Verdienstmodell abwandern, steuert die Direktion faktisch gleichzeitig auf zwei verschiedene Welten zu.

Hier laufen viele Scans in der Praxis auch fest: Die Trends werden gesammelt, aber niemand prüft, ob die Annahmen, auf denen der aktuelle Plan beruht, noch mit dem übereinstimmen, was draußen geschieht. Wer wissen möchte, wie man das tatsächlich prüft, findet die Systematik unter was ist eine strategische Annahme und wie weiß ich, ob sie noch gilt. Ein Horizon Scan ohne diese Prüfung bleibt ein loses Dokument, das niemand mehr öffnet nach der Sitzung, in der es präsentiert wurde.

Vom Scan zum Gespräch: Woher die Streuung kommt

Die Streuung zwischen Direktionsmitgliedern entsteht meist nicht aus Unwilligkeit, sondern aus unterschiedlichen Informationsquellen und unterschiedlichen Unternehmensteilen, in denen jemand am längsten sitzt. Der Finanzdirektor sieht die Margen eher unter Druck kommen als der Direktor, der gerade einen großen neuen Vertrag abgeschlossen hat. Beide Bilder sind gültig, aber wenn sie nie nebeneinander gelegt werden, wird die Streuung erst sichtbar in dem Moment, in dem eine Entscheidung bereits getroffen ist und die Umsetzung ins Stocken gerät.

Bei einer Organisation von etwa 150 Mitarbeitenden mit drei Standorten kann beispielsweise der Standortleiter, der am nächsten an einer sich verändernden Kundengruppe sitzt, ein völlig anderes Bild haben als die Direktion in der Hauptniederlassung. Ein Horizon Scan, der diesen Unterschied sichtbar macht, verhindert nicht automatisch Diskussion, macht aber deutlich, worum genau diese Diskussion geht. Läuft diese Diskussion an einem uneinigen Direktionsteam fest, geht das über das Sammeln von Außeninformationen hinaus; mehr dazu lesen Sie unter unsere Direktion ist sich über die Prioritäten nicht einig, was nun.

Wie oft scannen, und was, wenn sich das Bild verschiebt

Ein Horizon Scan ist keine einmalige Übung. Signale, die heute schwach sind, können in einem Jahr die Agenda bestimmen, und umgekehrt verschwinden Trends, die vor zwei Jahren dringlich schienen, manchmal geräuschlos. Wie oft man wiederholt, hängt vom Tempo der Branche ab und davon, wie viel bereits in Bewegung ist; die Überlegungen dazu sind ausgearbeitet unter wie oft muss man eine Strategie neu ausrichten. Ein Scan, der nur nach innen blickt, verpasst per Definition die Hälfte der Geschichte; wer genau wissen möchte, was das Umdrehen dieses Blicks in der Praxis bedeutet, findet das unter was ist Outside-In-Denken in der Praxis.

Wer jetzt sehen möchte, wo das eigene Direktionsteam steht, ohne zunächst einen umfangreichen Scan aufzusetzen, kann mit dem kostenlosen Mini-Test starten: zehn Fragen, die eine erste Druckprofil-Indikation liefern, wie sich der Druck von außen zum internen Bild verhält.

Was Sie jetzt tun können

Das Ergebnis eines Horizon Scans und einer gemeinsamen Druckprobe ist meist eine Liste mit Themen, bei denen das Außenbild und das interne Bild voneinander abweichen. Diese Themen bleiben abstrakt, bis sie übersetzt werden in: wer welche Aufgabe übernimmt, wie viele Stunden das kostet und welches System dafür benötigt wird. Wer diese Übersetzung vornehmen und sehen möchte, was eine Entscheidungsagenda konkret für die Organisation bedeutet, findet dafür den Werkscan auf ftetoai.com.

Colossusde assistent van de strategische drukproef

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